Intervallfasten: Gesund und effektiv
Während viele Diätformen oft mit strengen Restriktionen einhergehen, stehen beim Intervallfasten die Abstände zwischen den Mahlzeiten im Vordergrund. Das Konzept des Intervallfastens ist nicht nur attraktiv, weil Sie sich nicht bei jeder Mahlzeit mit dem Zählen von Kalorien befassen müssen, sondern ihm werden auch verschiedene gesundheitsfördernde Wirkungen auf den Stoffwechsel zugeschrieben. In diesem Blogartikel stellen wir Ihnen die verschiedenen Methoden des Intervallfastens vor und beleuchten die Vor- und Nachteile.
Für Einsteiger: 12 Stunden fasten
Wer mit dem Abnehmen durch Intervallfasten starten möchte, probiert am besten diese einfache Methode aus: 12 Stunden lang wird konsequent gefastet, während in den anderen 12 Stunden normal gegessen wird. Viele Menschen dürften diese Form des Fastens bereits unbewusst praktizieren, indem sie nach dem Abendbrot bis zum nächsten Morgen nichts mehr essen.
Die Frage ist, warum dann nicht automatisch abgenommen wird? In den meisten Fällen liegt es daran, dass in den "erlaubten" 12 Stunden eben deutlich mehr Kalorien aufgenommen werden, als der Körper benötigt und verbrennen kann. Und auch wenn es keine konkreten Nahrungsvorschriften gibt, so sollte dennoch auf eine gesunde, ausgewogene Ernährungsweise geachtet werden.
Die bekannteste Form: Das 16:8 Fasten
Wer nicht gerne frühstückt, wird mit dieser Fastenform gut zurechtkommen: Es darf an 16 Stunden nichts zu sich genommen werden ausser Wasser und ungesüsstem Tee, während an den anderen acht Stunden normal gegessen wird. Eigentlich sind in diesem achtstündigen Intervall nur zwei Hauptmahlzeiten vorgesehen, am besten gehen Sie aber dabei vor, wie Sie sich am wohlsten fühlen. Es ist durchaus möglich, den Energiebedarf auf mehrere kleine Mahlzeiten zu verteilen. Auch hier ist der gewichtsreduzierende Effekt natürlich nur dann gewährleistet, wenn in den acht Stunden nicht völlig unkontrolliert gegessen wird.
Ganze Fastentage einlegen mit der 5:2 Methode
Diese Methode empfiehlt sich, wenn berufliche oder gesellschaftliche Verpflichtungen das 16:8 Fasten nicht möglich machen. In einer Woche werden zwei Fastentage eingelegt, die aber nicht aufeinander folgen sollen. An diesen Tagen sollen dem Körper nicht mehr als 500 bis 600 Kalorien zugeführt werden. An den restlichen fünf Tagen kann hingegen "normal" im Rahmen des persönlichen Bedarfs gegessen werden. Dennoch ist diese Methode nicht für jeden geeignet, denn die Tage mit geringer Kalorienaufnahme stellen durchaus eine Anstrengung dar und sind bei vermehrter körperlicher Arbeit oder diversen Vorerkrankungen nicht zu empfehlen.
"Dinner cancelling"
Wenn Sie es leid sind, nach der Uhr zu essen, können Sie auch einfach Mahlzeiten streichen. Wenn Sie ohnehin nicht gerne frühstücken, lassen Sie das Frühstück komplett weg. Haben Sie mittags nie Zeit zum Essen, verteilen Sie Ihre Kalorienaufnahme auf morgens und abends. Ist Ihnen hingegen Abendessen nicht wichtig, streichen Sie diese Mahlzeit. Hören Sie auf sich und Ihr Hungergefühl und nicht darauf, dass gegessen werden "muss", weil es Mittagszeit etc. ist.
Vorteile, die dem Intervallfasten zugeschrieben werden:
- Unterstützt beim Abnehmen
- Aktiviert Reinigungs- und Selbstheilungsprozesse im Körper (Autophagie)
- Senkt Blutzucker und Insulinspiel und reduziert dadurch entzündliche Prozesse
- Verlängert die Lebenserwartung
- Fördert den Muskelaufbau
- Verbessert Stoffwechselprozesse
- Fördert die Darmgesundheit
Autorin: Doris Gapp
Quellen: vitagate.ch, Drogerie Sonderegger
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