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Haar- und Nagelpflege

Haar- und Nagelpflege

Pflanzliche Öle sollten bei keiner Pflegeroutine fehlen, das weiss man in Ägypten und Indien bereits seit Jahrtausenden. Wichtig ist, dass das passende Öl für die jeweilige Haarstruktur, bzw. die vorliegende Problematik ausgewählt wird. Auch Hände und Nägel profitieren von der regelmässigen Verwendung von pflegenden Ölen. In diesem Blogartikel stellen wir Ihnen verschiedene Pflegeöle für die jeweiligen Haartypen vor und erklären die richtige Anwendung. Ausserdem erfahren Sie, wie Ihre Hände und Fingernägel geschmeidig pflegen, sodass sie stets ein Blickfang sind.

Was ist Haaröl und wofür wird es angewendet?

Eigentlich ist unsere Kopfhaut dafür zuständig, ausreichend Talg zu produzieren, damit unser Haar von der Wurzel bis zur Spitze vor Austrocknung geschützt bleibt. Häufiges Haarewaschen, Föhnhitze oder zu wenig Talgproduktion verhindern jedoch oftmals die ausreichende Versorgung der Haare. Die Folge: Das Haar wird stumpf, porös und brüchig. Haaröl gibt es von unterschiedlichen Herstellern in verschiedenen Preisklassen, allerdings sind auch einige pure Pflanzenöle als Ölkur geeignet. Fettsäuren und Vitamine pflegen die Haarstruktur von innen, bringen das Haar zum Glänzen und sorgen für bessere Kämmbarkeit.

Haaröl hilft bei folgenden Problemen:

  • bei überschulterlangen Haaren (ständige Reibung an der Kleidung etc.)
  • bei stumpfem und glanzlosem Haar
  • trockenen, brüchigen und splissigen Haaren
  • statisch aufgeladenen, fliegenden Haaren
  • Austrocknung durch Färben oder Hitzebehandlung (Föhn, Lockenstab, Glätteisen etc.)
  • trockene, juckende Kopfhaut
  • Schuppen

Wie findet man das richtige Haaröl?

Komplett daneben kann man bei der Wahl nicht liegen, denn die meisten Haaröle sind Multitalente und für viele Haartypen geeignet. Dennoch ist es sinnvoller, ein Haaröl zu wählen, welches auf die persönliche Haarstruktur abgestimmt ist. Dicke und krause Haare kommen mit schweren Ölen wie Avocado-, Kokos-, Oliven- oder Mandelöl gut zurecht, während dünnes und feines Haar eher Arganöl, Rosen- oder Jojobaöl bevorzugt.

Beliebte pflanzliche Öle zur Haarpflege:

Olivenöl:

Dieses Öl ist ein Alleskönner für Kopfhaut und Haare. Es entspannt trockene, juckende Kopfhaut, fördert deren Durchblutung und glättet aufgerauhte Haarstruktur.

Jojobaöl:

Auch dieses Öl pflegt und verwöhnt besonders strapazierte Kopfhaut. Zudem ist es besonders empfehlenswert bei brüchigem Haar.

Weizenkeimöl:

Dieses pflanzliche Öl ist besonders zur Pflege von Naturlocken geeignet. Zudem unterstützen die enthaltenen Vitamine die Feuchtigkeitsregulierung der Kopfhaut.

Kokosöl:

Angewärmtes Kokosöl ist eine wohltuende Pflege für sprödes, strapaziertes Haar. Idealerweise bleibt die Ölpackung über Nacht im Haar.

Klettenwurzelöl:

Das Öl gehört zu den schon lange überlieferten Geheimtipps zur Haarpflege. Eine Massage der Kopfhaut mit Klettenwurzelöl bekämpft Schuppen und fördert das Haarwachstum.

Walnussöl:

Zur Pflege splissiger Haarspitze eignet sich Walnussöl ganz besonders. Einige Tropfen davon regelmässig in die Spitzen einmassiert reichen bereits aus.

Wie wird Haaröl richtig angewendet?

Für die Haarpflege mit pflanzlichen Ölen gibt es verschiedene Möglichkeiten. Das Öl kann sowohl vor, als auch nach der Haarwäsche angewendet werden und ins trockene oder ins feuchte Haar gegeben werden. Wird das Öl vor der Wäsche ins Haar gegeben, sollte es bei feinem, glattem Haar eher kürzer einwirken, bei langem, dickem Haar etwas länger. Falls das Öl über Nacht einwirken soll, ist es wichtig, das Kopfkissen mit einem Handtuch zu schützen und eine Mütze zu tragen. Eine solche Intensivkur reicht in der Regel ein Mal wöchentlich. Wird das Öl nach der Haarwäsche ins feuchte Haar gegeben, verbleibt es drin und sollte deshalb nicht auf den Ansatz gegeben werden. Generell reicht es, die Spitzen zu behandeln, bei sehr langen oder trockenen Haaren kann das Haaröl natürlich auch mit einem Kamm in die Längen verteilt werden. Bei Spliss und schwer entwirrbaren Haaren eignet sich eine solche Behandlung nach jeder Haarwäsche.

So geht richtige Hand- und Nagelpflege

Nicht nur unsere Haare stehen im Fokus der Aufmerksamkeit, sondern auch die Hände sind eine wichtige Visitenkarte. Für ein gepflegtes Erscheinungsbild braucht es aber nicht unbedingt einen Termin im Kosmetiksalon.

Nagelprobleme? Das steckt dahinter:

Vorneweg: Auch unsere Nägel altern mit uns. Während wir in jungen Jahren meist glatte, zartrosa gefärbte Nägel mit weissen Nagelmonden haben, können sie ab ca. 35 Jahren erste Längsrillen bekommen, die Nägel werden rauher und rissiger. Die Farbe kann sich ins gelbliche oder gräuliche verändern, auch der Nagelmond kann sich verkleinern oder ganz verschwinden. Manchmal gibt es für die Verfärbungen auch eine simple Ursache wie häufiges Nägel lackieren ohne die Verwendung von Unterlack oder Nikotinkonsum. Bestimmte Veränderungen der Nägel können jedoch auch auf Gesundheitsprobleme hinweisen: Querrillen können beispielsweise ein Hinweis auf Zink- oder Eisenmangel sein, ebenso aber auch ein Hinweis auf falsche Maniküre. Hinter brüchigen Nägeln kann ein Mangel an Vitamin A, B, Eisen, Kalzium, Folsäure und/oder Biotin stecken. Auch Putz- und Spülmittel können die Nägel brüchig werden lassen oder sogenannte "Löffelnägel" (starke Senkung der Nagelplatte) verursachen. Letztere könnten zudem auf Probleme mit der Schilddrüsenfunktion hinweisen. (Hinweis auf ärztliche Abklärung) Weisse Flecken sind meistens Zeichen kleinerer Verletzungen, welche von selbst wieder herauswachsen. Braune Flecken deuten häufig auf einen Bluterguss aufgrund von Druckbelastung unter der Nagelplatte hin. Wenn diese Flecken nach einiger Zeit nicht von selbst wieder heilen, sollten Sie ärztliche Rücksprache halten.

6 Tipps für gepflegte Hände und Nägel:

  • Hände mit pH-neutraler, milder Seife mit rückfettenden Substanzen verwenden (Sheabutter oder Mandelöl beispielsweise)
  • Regelmässig ein Handpeeling durchführen, welches abgestorbene Hautzellen entfernt und die Hände streichelzart pflegt. Dafür 1 bis 2 EL Pflanzenöl (z.B. Olivenöl oder Mandelöl) mit 1 EL Zucker vermischen und die Hände ca. drei Minuten damit massieren, anschliessend abspülen.
  • Regelmässiges Eincremen nach dem Händewaschen versorgt die Hände mit Feuchtigkeit und fördert die Regeneration der Haut. Besonders gut eignen sich Cremes mit Urea. Gönnen Sie Ihren Händen nach besonderen Strapazen eine pflegende Maske über Nacht, dazu tragen Sie abends eine dicke Schicht Handcreme auf und ziehen anschliessend dünne Baumwollhandschuhe an.
  • Tragen Sie Handschuhe beim Hantieren mit Putzmitteln, bei Gartenarbeiten etc.
  • Vergessen Sie auch Ihre Nagelhaut bei der Pflege nicht: Am besten nach dem Haarewaschen oder einem Bad, wenn sie weich und geschmeidig ist, mit einem Manikürestäbchen vorsichtig zurück zum Nagelbett schieben. Nicht abreissen oder abschneiden. Zur Pflege regelmässig Nagelöl oder eine Nagelhautcreme einmassieren, das versorgt auch die Nagelplatte mit Feuchtigkeit und schützt vor spröden, brüchigen Nägeln.
  • Wenn Sie Nagellack tragen, entfernen Sie diesen mit acetonfreiem Nagellackentferner. Verwenden Sie stets einen Unterlack, um eine Verfärbung der Nägel zu vermeiden, zudem gleicht er Rillen im Nagel aus und sorgt für einen besseren Halt des Nagellacks.

Autorin: Doris Gapp
Quellen: vitagate.ch, Drogerie Sonderegger
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