FOODprints – so funktioniert nachhaltige Ernährung
Dass unsere Ernährung direkte Auswirkungen auf Umwelt und Klima hat, kann wohl niemand bestreiten. Daher ist es wichtig, dass wir die Ressourcen der Erde und unsere Umwelt auch mit unserer Ernährung schützen. Das funktioniert beispielsweise, indem wir auf ökologische und faire Produktion der Lebensmittel achten und überflüssigen Verpackungsmüll vermeiden. In diesem Blogartikel lesen Sie, wie und was Sie mit Ihrem Ernährungsstil zum Klimaschutz beitragen können.
Ausgewogene Ernährung
Jedes Lebensmittel braucht in seiner Herstellung Energie, Wasser und Platz, wenngleich auch in unterschiedlichen Mengen. Tierische Produkte verursachen bei der Herstellung deutlich mehr CO2 als pflanzliche Lebensmittel. Durch einen bewussteren Umgang und durch Reduktion des Konsums kann bereits einiges für Umwelt und soziale Gerechtigkeit erreicht werden. Wenn Sie Fleisch und tierische Produkte kaufen, achten Sie bitte auf Qualität, Herkunft und artgerechte Haltung. Fisch sollte über das MSC-Label verfügen bzw. aus Schweizer Gewässer stammen.
Lebensmittelverschwendung stoppen
Rund ein Drittel der Lebensmittel landet im Laufe der Wertschöpfungskette in der Schweiz im Müll. Die Hauptursachen für weggeworfene Lebensmittel sind abgelaufenes Haltbarkeitsdatum und zu viel eingekauft. Durch bewusstes Einkaufen können Sie nicht nur eine Menge Geld sparen, sondern auch enorm die Umwelt entlasten. Checken Sie vor dem Lebensmittelkauf Kühlschrank, Gefriertruhe, Vorratskammer etc. und kaufen Sie nur, was Sie tatsächlich (ver)brauchen können. Erstellen Sie am besten eine Einkaufsliste für Ihren Einkauf. Überlegen Sie bei Aktionen für grosse Mengen, ob Sie die Waren tatsächlich aufbrauchen können, bevor sie verderben. Lagern Sie die Lebensmittel zu Hause wie vorgesehen und verbrauchen Sie sie in der Reihenfolge ihrer Haltbarkeit. Waren, deren Mindesthaltbarkeit zwar erreicht wurde, aber völlig normal aussehen, riechen und schmecken, können auch bedenkenlos verzehrt werden. Achten Sie darauf, auch Lebensmittelreste kreativ zu verwerten. Anregungen dazu finden sich jede Menge im Internet.
Lokal und saisonal kaufen
Wenn Obst und Gemüse der Jahreszeit entsprechend gekauft wird, können Sie davon ausgehen, dass dieses nicht im beheizten Gewächshaus gezüchtet wurde. Wenn es zudem lokale Produkte sind, ist auch der Transportweg zum Verkaufsstandort entsprechend kurz. Wobei beim Transportweg nicht nur die zurückgelegten Kilometer von Bedeutung sind, sondern auch das Transportmittel. Während Schiff, Bahn und LKW für die Umwelt noch einigermassen verträglich sind, ist der Flugzeugtransport ursächlich für hohe Belastung (in etwa 20 Mal so hoch wie die eines Schiffes). Verzichten Sie daher auf den Kauf von frischen Fischfilets vom anderen Ende der Welt, frische Südfrüchte und Spargel, Bohnen oder Trauben aus afrikanischen oder südamerikanischen Ländern. Noch mehr können Sie für die Umwelt tun, wenn Sie ab und an den Einkauf zu Fuss oder mit dem Velo zurücklegen, anstatt stets das Auto zu bewegen.
Auf Produktionsbedingungen der Lebensmittel achten
Indem Sie bewusst einkaufen, können Sie dazu beitragen, dass beispielsweise Bauern und Farmer in Entwicklungsländern fair entlohnt werden und deren Arbeitsrechte eingehalten werden. Bio-Siegel stehen dafür, dass kein Kunstdünger oder chemisches Insektengift verwendet wurde. Dazu achten Sie beim Kauf auf diverse Labels auf den Lebensmitteln, wie beispielsweise Fairtrade, Bio oder das MSC-Label. Im Internet finden Sie noch jede Menge Informationen, welche Labels seriös sind und für welche Bedingungen sie stehen.
Verpackungsmüll vermeiden
Nicht immer lässt sich bei Lebensmitteln gänzlich Zero Waste umsetzen, da dies zu Lasten der Haltbarkeit gehen kann. Das bedeutet allerdings nicht, dass die Verpackung zwangsläufig aus jeder Menge Plastik bestehen muss. Setzen Sie beim Einkauf auf recyclingfähige Mehrwegtaschen. So sparen sie bei jeder Nutzung eine Einwegtasche ein. Beim Kauf von Brot oder Brötchen können Sie auf die Folienbeutel verzichten, aus denen die Ware zu Hause sowieso meistens gleich nach dem Einkauf entnommen wird. Mehrweg- oder Leinenbeutel, welche Sie selbst mitbringen, sind eine gute Alternative. Verzichten Sie grundsätzlich auf den Kauf von Waren, die doppelt oder dreifach verpackt wurden. Trennen Sie zu Hause die Verpackungen den Recyclingvorgaben entsprechend und führen Sie sie der entsprechenden Sammelstelle zu. Wenn Sie häufiger einen Kaffee "to go" kaufen, bringen Sie dafür Ihren eigenen Kaffeebecher mit. Verwenden Sie für Pausen eine Brotdose, anstatt Folien- oder Plastikverpackung. Obst und Gemüse eignen sich gut als Zero Waste Lebensmittel und können unverpackt gekauft werden. Trinken Sie häufiger Leitungswasser anstatt gekauftes Mineralwasser aus der Plastikflasche. Das Schweizer Leitungswasser ist von hoher Qualität und der Konsum schont enorm die Umwelt.
Autorin: Doris Gapp
Quellen: vitagate.ch, Drogerie Sonderegger
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