Die häufigsten Schlafstörungen und ihre Behandlung
Was so einfach klingt, nämlich zu Bett gehen, wenn man müde ist, erholsam schlafen und ausgeruht aufstehen. Doch das stellt für viele Menschen ein grosses Problem dar. Kurzfristige Schlafstörungen kennt wohl jede*r von uns, sie treten bei Belastung oder Krankheit auf. Dauern Ein- und Durchschlafstörungen jedoch länger als drei bis vier Wochen an, sollte den Ursachen genauer auf den Grund gegangen werden. Welche enorme Wichtigkeit ausreichender Schlaf für unseren Körper hat, haben wir in einem anderen Blogartikel bereits ausführlich beschrieben.
Hier erfahren Sie mehr zu den gängigsten Schlafstörungen und was Sie selber für besseren Schlaf unternehmen können.
Was tun bei Schlaflosigkeit?
Eine sehr häufig auftretende Schlafstörung ist die Insomnie, welche Ein- und Durchschlafstörungen umfasst. Auch der Schlaf wird als nicht erholsam empfunden. Was zuerst vor allem nachts störend ist, wirkt sich bei längerer Dauer auch auf die Tagesverfassung aus: Tagesmüdigkeit, eingeschränkte Leistungsfähigkeit und erhöhte Reizbarkeit sind die Folge und können dazu führen, dass der Alltag nicht mehr bewältigbar erscheint.
Für eine Insomnie gibt es verschiedene Auslöser: Schichtarbeit, Babys und Kleinkinder im Haushalt, körperliche und seelische Erkrankungen, Medikamentennebenwirkungen… Nicht immer kann jedoch ein konkreter Auslöser zugeordnet werden.
Natürlich lassen sich auch nicht alle Auslöser für die Insomnie eliminieren, denn Babys kosten nun einmal Schlaf, und auch viele Sorgen können nicht von heute auf morgen gelöst werden. Trotzdem kann eine gute Schlafhygiene dazu beitragen, Ein- und Durchschlafprobleme zu verbessern:
- Gewöhnen Sie sich an einen regelmässigen Schlaf-Wach-Rhythmus. Achten Sie darauf, nicht vor dem Fernseher einzuschlafen, da Sie sonst im Bett wieder ausgeruhter sind.
- Verbannen Sie elektronische Geräte aus dem Schlafzimmer. Das Bett sollte nicht zum Essen, Fernsehen und E-Mails-Beantworten dienen.
- Gehen Sie erst zu Bett, wenn Sie müde sind. Guter Schlaf lässt sich nicht erzwingen.
- Vermeiden Sie fett- und kohlehydratreiche Mahlzeiten vor dem Schlafengehen, ebenso wie Kaffee, grünen Tee oder Energydrinks. Auch Alkohol ist kein guter Schlummertrunk.
- Achten Sie auch auf „verstecktes“ Koffein, wie es z.B. in Schmerzmitteln enthalten sein kann.
- Die Temperatur im Schlafzimmer sollte idealerweise zwischen 17 und 19 Grad betragen.
- Die Matratze sollte bequem und Ihren Bedürfnissen entsprechend sein. Alle 10 Jahre sollte eine Matratze ausgewechselt werden.
- Vermeiden Sie es, in der Nacht auf die Uhr zu sehen und nachzurechnen, wie viele Stunden Sie geschlafen haben bzw. wie viel Schlaf noch bleibt, bis der Wecker klingelt.
Ausserdem gibt es eine ganze Reihe natürlicher Schlafmittel, die sich bestens als Einschlafmittel eignen:
- Trinken Sie eine Tasse Honigmilch vor dem Zubettgehen.
- Die häufigsten Heilpflanzenpräparate bei Schlafstörungen sind Baldrian, Hopfen, Lavendel, Passionsblume oder Melisse. Im Sortiment von Puravita finden Sie Heilpflanzentees, aber auch Tabletten, Sprays oder Tropfen. Gerne beraten unsere geschulten Mitarbeiter*innen Sie zu der passenden Darreichungsform.
- Spagyrische Heilmittel können bei stressbedingten Schlafproblemen hilfreich sein, während Johanniskraut Angstsymptome lindert.
- Hopfen hilft bei hormonell bedingten Schlafproblemen, wie sie beispielsweise in den Wechseljahren auftreten können.
- Gegen nächtliche Wadenkrämpfe hilft Magnesium. Auch davon bieten wir unterschiedliche Darreichungsformen an, von Brause- über Lutschtabletten bis hin zu Schüsslersalzen und Magnesiumsprays.
- Wohltuend kann sich auch Aromatherapie bemerkbar machen: Ätherisches Lavendelöl kann direkt auf das Kopfkissen gesprüht werden.
Grundsätzlich gilt: Bei länger als vier Wochen bestehender, grundloser Schlaflosigkeit sollten Sie Rücksprache mit Ihrem Hausarzt halten. Möglicherweise ist eine andere Grunderkrankung ursächlich, eine Überweisung an ein Schlaflabor kann Aufschluss bringen. Das Führen eines Schlaftagebuchs hilft Ihnen und der Ärztin dabei, mögliche schlafstörende Gewohnheiten zu enttarnen.
Zu Schlaftabletten sollten Sie keinesfalls ohne ärztliche Verordnung greifen und auch darauf achten, dass sie nicht über einen längeren Zeitraum hinweg eingenommen werden. Es besteht die Gefahr der Abhängigkeit, auch die Nebenwirkungen (Gedächtnisstörungen, Schwindel) sind oftmals erheblich.
Welche weitere Schlafstörungen gibt es?
- Hypersomnie (erhöhtes Schlafbedürfnis), die Betroffenen brauchen mindestens 10 Stunden Schlaf und leiden unter Tagesmüdigkeit
- Schlafbezogene Atemstörungen (Schlafapnoe)
- Schlafbezogene Bewegungsstörungen (Restless Legs Syndrom)
- Parasomnien (Schlafwandeln, Zähneknirschen, Alpträume)
- Störungen des Schlaf-Wach-Rhythmus durch Schichtarbeit oder häufigen Zeitzonenwechsel etc.
Quellen: vitagate.ch
Autorin: Doris Gapp